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Welcome to 2019, the Year of the Panther

Der parteiische Chronist 06.01.2019

Dass die Panthers feiern können ist den aufmerksamen Lesern bereits bekannt und so erstaunt es nicht, fanden über die Feiertage Schläuche voller Wein, Literweise Chinoise Saucen und andere Leckereien den Weg in die Rachen der feschen Jungs. Die Resultate dieser Völlerei galt es nun im neuen Jahr wieder raus zu schwitzen. Damit die PF’ler nicht mit zu viel Feiertags-Altlasten in die Rückrunde starten mussten, stand am Samstag morgen früh um acht Uhr ein Freundschaftsspiel gegen die Jungs der UBS auf dem Programm.

Die Panthers erschienen zahlreich, es schien als wollte manch einer den zusätzlichen Pfunden dieses Jahr früh den Kampf ansagen. Auch die Gegenseite konnte auf zahlreiche Akteure zurückgreifen und so entwickelte sich rasch ein munteres, sehr freundschaftliches Spielchen, das beidseitig zur Speckröllchen-Bekämpfung genutzt wurde. Am Ende resultierte ein sieben zu drei für die Panthers auf der Anzeigetafel. Aber wichtiger als das Resultat, der wie immer parteiische Chronist hatte nach dem Spiel den Eindruck, dass die Panthers für das Sonntagsspiel gegen die Göttis bereit waren.

Sonntags, früh morgens betraten die Stadtberner die Seelandhalle zu Lyss. Im Gepäck drei Linien und Päscu, der kurzfristig für den erkrankten Simon im Tor einspringen musste. An dieser Stelle Merci Päscu und gute Besserung Simu. Die Direktive fürs heutige Spiel war klar, kompakt stehen, schnell und präzise vorstossen, geschlossen Verteidigen oder in der Sprache des Coaches “Füf füre, Füf hingere”. Es schien aber noch etwas gar früh zu sein und so endeten die Zahlen Künste der Feldspieler wohl bei drei, was dazu führte, dass es zeitig im Netz der Panthers “häscherte”. Der Coach sah ein drohendes Unheil auf die Panthers zukommen und entschloss sich nach knapp fünf Minuten sein Time Out zu nehmen und den Jungs ordentlich die Kappe zu waschen. Es war wahrlich eine flammende Wutrede, die Wirkung im Ziel erzeugte. Der Chronist konnte sogleich einen gesteigerten Kampfeswillen erkennen. Die Panthers gingen nun den Göttis unter die Haut. Sie rannten, kämpften und dirigierten die Scheibe in Richtung Göttis-Schlussmann. Des Coaches “Füf füre, Füf hingere” wurde rigoros umgesetzt und daher erstaunt es nicht, stand es nach dem ersten Drittel vier zu eins für die Panthers.

Im zweiten Drittel fanden nun auch die Göttis wieder den Tritt ins Spiel und konnten kurz nach Anpfiff ihren Rückstand verkürzen. Doch beinahe mit dem nächsten Angriff der Panthers gelang es den drei Tore Vorsprung wieder herzustellen. Aber es schien als ob ein, zwei Zahnrädchen im Panthers-Uhrwerk mit fortlaufender Spieldauer zu holpern begannen. Aus unerfindlichen Gründen entblößten die Panthers mit mutigen, aber schluderhaft ausgeführten Offensivaktionen ihre Verteidigung, was dazu führte, dass es zwar noch immer “Füf füre” war, aber auf der anderen Seite halt nur noch “eine hingere”. Als das Spiel beinahe zu kippen drohte, war es ein weiteres Mal der Coach, der die Mannschaft wachrüttelte. Der Chronist hat die Situation glücklicherweise genau beobachtet und kann sie nun wahrheitsgetreu wiedergeben: “Der wirbelige Basic führte die Scheibe mit einem Affentempo in die Zone der Göttis, leider touchierte er dabei eine der weinroten Slalomstangen, so dass er hinter das gegnerische Tor trudelte. Dort prallte er relativ unsanft in zwei Göttis, die ihn nun von beiden Seiten bearbeiteten, so dass er drohte die Scheibe zu verlieren. In diesem Moment preschte von der linken Seite der Coach wie Winkelried bei Sempach in das Gewühl hinter dem Tor. Eroberte die Scheibe und bediente den klammheimlich vors Tor geschlichene Basic mustergültig, so dass dieser nur noch einschieben konnte.” Dieser Einsatz war eine der Schlüsselszenen für das nachfolgende Drittel, den es weckte den Kampfgeist der Stadtberner wieder.

Das letzte Drittel startete zwar noch mit einem Tiefschlag. Den Göttis gelang der Anschlusstreffer zum fünf zu sechs. Aber die Panthers waren siegessicher und spielten nun mit der neu erweckten Entschlossenheit die Sieger benötigen. Das “Füf füre, Füf hingere” fand wieder Einzug ins Spiel und führte zu einem weiteren Treffer für die Panthers. Dieser zwei Tore Vorsprung wurde nun souverän verwaltet, so dass am Ende der erste Meisterschaftssieg für die Panthers im Jahr 2019 heraus schaute, aber auch nicht mehr.

Die Panthers gewinnen in Lyss verdient mit sieben zu fünf.